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50 Jahre Wildpark

50 Jahre Wildpark Aurach
1972 - 2022

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Heuer gibt es einen Grund zum Feiern:
Der Wildpark Aurach wird 50 Jahre alt.
Zum 50-jährigen Jubiläum gibt es für unsere Tiere ein besonderes „Geschenk“. 2022 ist das Jahr des Luchs und da das Luchshaus unser ältestes Gebäude im Wildpark ist, wird der Umbau zugunsten der Luchsfamilie erfolgen. Dabei wird das originale Gebäude, ein Futterstadl aus dem Jahr 1794 renoviert und modernisiert und das Außengehege wird vergrößert. Gäste bekommen aus verschiedenen Perspektiven einen Einblick in das Leben der Luchse. Zudem entsteht ein Informationsraum zur Weiterbildung für Kinder und Erwachsene und die Wildkatzen erhalten ein neues Außengehege. Die Eröffnung findet im Juli 2022 statt.


1972 - wie alles begann...

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Der Wildpark Aurach wurde 1972 auf dem Areal des Bauernhofs „Branderhof“ von Alois und Elisabeth Pletzer in Zusammenarbeit mit Heinrich III. DDr. Prinz Reuss gegründet. Der Branderhof trägt die Jahreszahl 1723 und ist einer der wenigen Erbhöfe, die fast 300 Jahre in Familienbesitz sind. Der Branderhof war früher ein mit Rindern und Pferden traditionell bewirtschafteter Bauernhof, der jedoch aufgrund seiner steilen Hanglage sehr schwer zu bewirtschaften war. 16 Dienstboten waren neben der Großfamilie noch zusätzlich beschäftigt, um die täglich anfallende Arbeit meistern zu können. Strom und Telefonanschluss gab es erst seit kurzem und es führte auch nur ein kleiner Weg hinauf auf den Hof, der auf ca. 1.100 m Seehöhe liegt. Alois Pletzer senior, Großvater der heutigen Inhaberin Andrea Pletzer-Gasser, schwebte jedoch schon immer eine Alternative zur traditionellen Hofbewirtschaftung vor. Als Heinrich III. DDr. Prinz Reuss in Kitzbühel ein ideales Gelände suchte, um einen Tierpark in der Nähe von Kitzbühel zu gründen, fand er dieses auf dem Areal des Branderhofes. Nach einigen Gesprächen, vielen Vorbereitungen und der Anlieferung der ersten 10 Hirsche war es dann soweit: der Wildpark „Tirol“ und das Gasthaus Branderhofstube wurden feierlich eröffnet.

1977

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1977 zog sich Heinrich III. DDr. Prinz Reuss aus dem Geschäft zurück und seither wird der Wildpark Aurach als privates geführtes Familienunternehmen betrieben. Alois und Elisabeth Pletzer führten den Tierpark mit Unterstützung ihrer 4 Kinder Oswald, Gertraud, Elisabeth und Alois weiter. Der Wildpark Aurach wurde auf Grund des wachsenden Tierbestandes und des zunehmenden Artenreichtums ständig erweitert und die importieren exotischen Tierrassen lebten sich gut ein. Nach und nach entwickelte sich der Wildpark „Tirol“, mittlerweile bekannt als Wildpark Aurach, zu einem beliebten Ausflugsziel für Einheimische und Urlaubsgäste aus Nah und Fern.

2000

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Im Jahr 2000 wurde der Wildpark Aurach auch außerhalb von Österreich durch die 8-teilige beliebte TV-Serie "Da wo die Berge sind" mit Hansi Hinterseer sehr bekannt. Die Hauptdrehorte waren der Tierpark, das Gasthaus Branderhofstube und der Erbhof Branderhof mit seiner Blumenpracht. Die Heimatfilmserie stammt vom Drehbuchautor Edi Ehrlich, verheiratet mit Elisabeth Ehrlich und Schwiegersohn von Alois sen. und Elisabeth sen. Pletzer.

2006

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Im Jahre 2006 wurde der Wildpark Aurach an den ältesten Sohn Oswald übergeben und die beiden Gründer zogen sich aus dem Geschäftsleben zurück. Oswald wurde tatkräftig von seinen beiden Schwestern Traudi und Lisi unterstützt, die den Familienbetrieb mit viel Liebe weiterführten. Alois Pletzer sen. verstarb im Mai 2008 und seine Frau Elisabeth Pletzer sen. im September 2009.

Heute...

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Seit 2015 führt Andrea Pletzer-Gasser (Tochter von Gisela Gasser und Oswald Pletzer) den Familienbetrieb mit Unterstützung ihres Lebensgefährten Mike und ihres engagierten Wildpark-Teams weiter. Im Jänner 2020 übernimmt Andrea Pletzer-Gasser den gesamten Betrieb, bestehend aus Wildpark, Gasthaus und Landwirtschaft, von Ihrem Vater, da sich dieser aus dem Geschäftsleben zurückzieht. Im März 2020 verstirbt Oswald Pletzer jedoch völlig unerwartet im Alter von 70 Jahren.

Mittlerweile sind 350 Tiere in 32 Arten im Wildpark Aurach beheimatet. In den letzten Jahren hat sich Inhaberin Andrea Pletzer-Gasser auf die Haltung heimischer Tierarten wie Rotwild, Steinwild, Europäische Wildkatzen, Luchse, Schleiereulen und Steinkäuze spezialisiert. Desweiteren gibt es auch vom Aussterben bedrohte Haustierrassen wie Alpine Steinschafe, Turopolje Schweine, Mangalitza Schweine und Haubenenten zu begutachten. Zu den Exoten, die im Tierpark wohnen, zählen die Bennett-Kängurus, Lamas, Alpakas, Schnee-Eulen und Yaks.

Das Wohl aller tierischen Bewohner, artgerechte Lebensräume und Anlagen, die den aktuellen Anforderungen entsprechen, sind für das Wildpark-Team überaus wichtig und dafür stecken alle Mitarbeiter seit 50 Jahren tagtäglich viel Herzblut in ihre Arbeit.